
Übersetzt von: Polina Stoppel-Beise u. Lena Muchin:
„Der Tag der Kosmonautin I„
Ich lebe auf dem Prospekt Gagarins
in der Stadt der umbenannten Straßen
dort wo Dzeržinskij und Kalinin die illegalen Decknamen der Helden Nauryzbaj
und Kabanbaj tragen
aber Gogol‘ und Ševčenko halten sich an die Pass-Daten
und Furmanov wartet auf den Tod von demjenigen, dessen Ehre und Würde
vom Staat bewacht wird.
Auf seinem Territorium ist ein Kosmodrom
und es fallen die verarbeiteten Stufen
(die zukünftigen Städte, wenn das Erdöl aufgebraucht ist, kommen mir manchmal vor
wie eine Müllhalde radioaktiver Abfälle von China und anderer Imperien)
und auf der Metrostation „Bajkonyr“ fliegt auf dem Monitor eine Rakete und Talgat
Musabaev
schwebt im der Schwerlosigkeit
an diesem Tag
wurde ich bei den Pionieren aufgenommen neben dem ewigen Feuer mit einer Wache
aus Schülern
es war Frühling, die Bäume blühten überall wuchsen Tulpen und das Wasser war
viel viel nasser
und die Erzählung der Mutter, wie sie die Passanten in Moskau umarmt hat
vor Freude, dass Gagarin endlich flog
ein Mensch im Weltall!
Das war unwahrscheinlich
wo seid ihr Außerirdischen?
Wann löscht ihr endlich
diesen traurigen Planeten
vom Antlitz des Weltalls.