Grenzen
Du bist zurückgekehrt!
Bist in meiner Nähe!
Wir sind nebeneinander!
Nur dein Blick geht immer an mir vorbei.
Du bist anders, nicht so:
Dein Blick ist stachelig.
Er durchdringt mich wie ein Laser.
Über mich spricht man,
Und du glaubst…
Als ob du nicht dein eigener Hausherr seist.
Ich versuche dein Herz aufzutauen.
Nur vergebens:
Du selbst bist nicht du.
Lass uns niederbrennen,
Ohne Rest.
Wir werden zu Asche.
Wo bist du? Wo bin ich?
Wir sind von einer Blutgruppe,
Das weißt du.
Es gibt genug Zeit:
Schaue in mein Inneres.
Wir sind von einer Blutgruppe:
Einheitlich.
Es gibt bei dir und mir keine Grenzen.
Wir sind von einer Blutgruppe,
Liebster.
Ich habe mich unsterblich in dich verliebt.
Rätsel
Die Strähne fiel mir ins Gesicht
wie die Papierschlange von der Mandarine
Ich wachte auf
Setzte mich wie ein Rad:
zart und körperlos,
Gedanken – Schlamm.
Ich habe meinem Kissen
des nachts Berge zugeflüstert.
Es ist schon lange mein Freund
Genehmigt mir immer meine Kontroversen.
Für was, wann und warum?
Wo ist er und wo?
Nenne mir den Kernpunkt.
Doch das ist ein Geheimnis des Seins.
Nostalgie
Das war gestern:
die Nostalgie.
Ich sammele alles auf, alle Sandkörner.
Sammele alle Gefühle auf einen Faden:
Das, was gelebt wurde, gehört mir.
Ich tauche ganz in das Vergangene,
In die gefütterten Herzen.
In jeder Zeile öffne ich
Mit Liebe
Das, was uns beide verbindet.
Ich erinnere mich an die Sanftheit deiner Umarmungen.
Eine weiche Stimme, wie ein Echo, in der Weite.
Das alles, kann man nicht zurückholen.
Das weiß ich.
Deswegen habe ich
Nostalgie.
Die unerträgliche Leichtigkeit nach Kundera
Abend
in unerträglich leichten Umarmungen
Sprechender Hände
Ein betäubender Blick…
Und das Herz ist wie eine Motte,
Es flattert.
Das Atmen für Beide –
Unendlichkeit.
Ich schreie in der Sprache der Gesten:
„Lasst mich nicht
In der Dunkelheit“
Auf den Zehenspitzen des entgleitenden
Tages,
In den verschwommenen Skizzen
Der Nacht.
Messe nicht die Liebe
Mit den Worten.
Lese in der Lautlosigkeit der Lippen:
„Ich liebe“.
Und suche nicht nach mir in Anderen…
Es schmerzt.
Unerträglich.
Ein Februarmittwoch
In der Galerie der Autorkollektionen
Spiegelt sich
Wie ein Aquarelltauwettertropfen
In den Umrissen des Februars
Der schlitzäugige Mittwoch
So scheu und bescheiden…
Kaum atmend.
Der Winter geschmückt mit Seide
Schmiegt sich an wie ein Köter,
Legt sich in die Beine mit dem Schnee,
Der vom Himmel nach unten fällt.
Kaum verdunkelt sich
Der weiße, weiße Wald.
Der weiße Mond und
Die milchige Ewigkeit…
Der Galeriemittwoch ist atmosphärisch.
Gefühle ohne Antworten
Ich möchte kein Sujet nach Schablonen.
Die verbotene Liebe ist nicht wie guter Ton?
Und was geht euch das an?
Der Sommer vergeht.
Ich wähle meine Lebensweise selbst.
Es ist alles entschieden.
Ich zappele vor Glück,
Vor Liebe,
Ich erfand dich mit Einbildungskraft.
Du betrittst den Garten,
Und darin die Früchte der Liebe.
Sujet,
Den Beweis wert.
Beiße in die Frucht, gehe nicht vorbei.
Wenn wir uns mit den Augen treffen,
Rufe ich dich mit dem Blick: „Schmiege dich an“
Und schenke Liebe
Für die Erinnerung.
8. März
Die gelben Tulpen
Die geben Tulpen überfließen
auf einer Frühlingsleinendecke.
In der Stille rieche ich das Aroma.
Nun sehe ich den Wandel.
Ich stelle die schön bemalten Schalen auf.
Schalte den Film „8. März“ ein.
Er, sie…
Es bleiben noch zwei Sonnenuntergänge
Und ein Sonnenaufgang.
Darauf warte ich besonders.
Der Dezemberschnee
Mit der Berührung der himmlischen Aspersionen
Fällt mit Funkenpuder der Schnee.
Das Himmelsmanna von den dünnen Finger der Feen
Fliegen zärtlich wie Schwanendaunen,
Berührt die Wangen mit Himmelsgeist
Und schmilzt wie eine Feder
In den Handflächen der zarten Hände.
Der Frost malt seine Spitzen.
Das Geschehene schmilzt wie Rosenblüten.
Die Regensaison
Noch ein bisschen,
Nur ein paar Tage,
Das letzte Blatt…
Mach den Glühwein warm.
Ich glaube an den Wind der Veränderungen.
Auf die Dächer fällt Hagel:
Die Regensaison…
Dann das Klopfen des Paars:
Regen und Schnee.
Für das Ausgehen,
Ein Regenschirm in Farbe
Und ein warmer Schal,
Die Stiefel.
Mache die Tür auf.
Lasse mich hinein.
Sonst werde ich noch nass bei dem Regen.
Und zusammen ist uns für nichts.
Odessa
Odessa, du liebliche Zauberin,
Des winters und des sommers
Ruft sie mich und ich träume von ihr.
Eine Stadt mit einer Seele,
Eine Meeresstadt.
Liebliche Höfe:
Man braucht keine Parolen,
Die Männer immer mit dem Domino.
Die Jungs?
Auf den Fahrrädern
Rasen zum Kino.
Auf den Seilen
Hemden und Bettlaken.
Kartoffeln und Speck
auf den Pfannen.
Ganz offen
Sind die freundlichen Fenster
Und Tante Sonja
singt auf dem Balkon.
Wie ist es, Odessa?
Erinnerst du dich an mich?
Ich spreche ehrlich:
Ich bin in dich verliebt.
August
Wie sauber und hoch der azurfarbene Äther.
Doch die Phrasen sind überflüssig, wir schweigen.
Und wir sehen, wie der August
das Taufbecken vorbereitet:
September um in ihm zu taufen.
Es schaukelt auf dem Herbst das Wiegenlied.
Melodisch singt die Grille.
Und die Luft
Aus den Fraktionen
der Beerenweine
Och, August,
Wie lieblich du bist
Der Aprilschnee
Die Natur ist launenhaft:
Der Frühling eilt nicht zu uns,
der Winter beschließt nicht zu erscheinen,
Es scheint, man soll gehen.
Das Frühlingslaub
vom Schnee umhüllt
friert
Sie möchte Wärme.
Auch die Bäume welken,
Atmen aus in Stille:
„Wann werden wir endlich umarmt
Von der Schönheit-Frühling?“
James Bond
Ein Agent mit zwei Nullen,
Als würdest du das Leben auf Null stellen:
Du überlebst die Kugeln
Und du schaust dem Tod in die Augen.
Es ist nicht Zeit, um zu sterben,
Agent mit den zwei Nullen.
Big Ben kündigt wieder an:
Die Aufgabe soll sein!
Und die Uhr schlägt Mitternacht,
Der Fein schläft nicht.
Das Böse hat vielfältige Verkleidungen,
Ein Teil Englands soll man für dich aufbewahren.
Wieder vor dem Treppenhaus „Aston Martin“,
Den Agenten, den man bewahrt,
Bringt er mit zwei Nullen
Dorthin,
Wo man nur eine Null braucht…
Gedanken über das Leben
Die Jahre fliegen in aller Schnelle.
Die Hetze hetzt.
Sorgen, Angelegenheiten, Bekümmernisse…
Die weite Welt ist nicht mehr lieblich.
Wir schämen uns unserer Gefühle,
Auf dem Hals ein Schal…
Ich rufe an.
Keine Antwort.
Es ist leichter, sich zu verschließen
Und zu schweigen:
Das Aufblühen von Engherzigkeit.
Sich öffnen.
Ehrlich werden.
Und es reicht mit dem Schweigen.
Ich würde dich so gern umarmen
Und deinen Winterschal ausziehen.
Eine Postkarte
Ich schenke dir eine Postkarte
Du wirst dich an mich erinnern.
Ich unterschreibe meine Postkarte,
In den Worten – die Liebe zu dir.
Ich lege eine Fotografie in die Postkarte,
Weißt du, was auf dieser abgebildet ist?
Unser Sommer, unser Meer,
Du und ich – zusammen.
Nimm hervor meine Postkarte,
Wärme sie mit der Hand,
Nähere dich mit den Augen den Zeilen,
Sei mit dem herzen bei mir.
Was ich dir nicht sagte,
Wirst du nicht in den Zeilen finden.
Du wirst sich auch an unseren Sommer erinnern.
Und mich vermissen.
Die Liebe
Nach den Sonnenuntergängen die Sonnenaufgänge,
Nach dem Winter der Frühling,
So auch im Herzen:
Hitze und Kälte,
Freude und Trauer.
Mal begrüßt die Seele den Sonnenaufgang,
Mal ist es ganz dunkel,
Mal blühen Rosen in ihr,
Es fällt das Laub.
Mal singt die Seele wie ein Vogel
Und bringt uns ins Paradies.
Doch plötzlich nimmt die Trauer das ganze Herz ein…
Wie tue ich mir leid.
Die Märznacht
Der Tag brannte nieder,
Mit Asche zu den Sternen:
Berührte
Umarmte zärtlich.
Die Sterne sanken in mein Haus
Mit Glückseligkeit
Das Aroma der Nacht
Lud mich ein zu einem Spaziergang
Ich möchte durch
die Gassen wandern.
Och, wie es duftet
die Märznacht!
Für ihn bin ich
Wie ein Vergissmeinnicht.
Er wird mich nicht vergessen
Doch wird er mich auch nicht finden.
Auf den Wangen die Röte.
Im Herzen – Stories.
So ist der Frühlingsternefall:
Webt das Muster der Liebe mit Asche auf dem Herzen.
Derjenige, der liebte, freut sich über den Sternfall.
Die Kindheit (gewidmet an Mama)
Ich wandere in den Winkeln der Erinnerung:
Suche nach dem Mädel in mir,
fröhlich und lustig,
Mit Schleifen und einem Zopf
Ich wandele in den Winkeln der Erinnerung:
Umarme wieder Mama,
Kleide die Puppe festlich ein mit meiner lieben Schwester Olja.
Nun denn!
Icj
Die DKindeDDie III
Ich wandele in den Winkeln der Erinnerung:
Höre die Stimme der Großmutter.
Das Abendbrot ist auf dem Tisch,
Das Omlett brät in der Pfanne.
Ich wandele in den Winkeln der Erinnerung:
Finde nicht jenes Mädel.
Die Jahre fliegen dahin,
Und die Spiegel kann man nicht korrigieren.
Die Spiegel lügen, die Seele hat recht:
Es ist schön, sich an sich selbst zu erinnern.
Mit der Schwester und der Mutter,
Und der Familie.
Die Erinnerungen sind mit mir.
Die Welt um uns herum
Das einundzwanzigste Jahrhundert-
die Zeit der Dekadenz,
der Prunk der Phrasen –
Das Kind der Lügen,
Die Werbung strömt aus jedem Sender:
Was, wo, wann…
Hol es einfach hervor: Kaufe es.
Nur ist das Herz nicht prunkvoll,
Sondern spricht mit geradem Text:
- Beeile dich Das Leben ist zu kurz
Bei uns allen, Jungs.
Für das Glück braucht man das Wenn,
Sei nicht trübselig.
Bade in den Farben des Lebens,
Genieße es.
Zeige Sorge,
Wenn es schmerzt, halte aus.
Mit einem offenem Herzen
Wärme die Hälfte der Welt.
Und mache das Licht an,
Wo wir uns niederließen.
Wärme mich und gebe mir Nahrung.
Doch nicht faul.
Sondern mit der ganzen Seele, vom herzen.
Gib mir Feuer.
Hebe mich auf, streichele mich.
Sage so lieblich:
„Wie cool du bist“,
„Und wie gut du bist“.
Erinnere alle,
Dass das Leben immer wundervoll ist.
Fühle einfach
Die Atmosphäre des Tages!
Und nun
Eine andere Situation.
Elegant erklären sich die Freunde.
Und das Rohr der Welt verbindet alle.
Der Raucher lebt!
Es gibt kein Rauch ohne Feuer!
Ein wundervolles Anlitz,
Wunderbare Schöpfungen
Die Seele singt eine Romanze
Für das Böse des Tages-
Klarer geht es nicht…
Fließe, du Lied.
Versuche den Unterschied zu sehen
Ohne zu eilen
Frage dich,
Doch nicht geziert,
Frage ganz einfach:
„Gib mir einen Tipp, Seele:
Wir wollen homo sapiens sein,
Verstand?
Oder homo-digital,
Von der Ziffer?
Homo, ja.
Der Knirps
Die Augen – zwei Knöpfe,
Und Grübchen auf den Wangen-
Und ein klnagvolles Stimmchen:
Möchte auf den Arm genommen werden.
So nahm ich ihn zu mir.
Er schmiegte sich an meine Brust.
Die Herze trafen sich:
Welch ein angenehmes Klopfen…
In den Umarmungen der Mutter
Blinzeln zwei Knöpfchen.
Zur Ruhe gekommen ist das Söhnchen.
Die Sommerhitze
In einer Honig-Keks-STille
Hängt die Pause.
Wofür?
Ich lenkte den Atem um.
Warf mich weg von der Stadt.
Immer darüber grübelnd:
Wofür?
Ich fuhr eine Haltestelle mit der Tram,
Mir wurde heiß.
Ich ging heraus…
Und dann zu Fuß.
Und der aufgebrochene Himmel schickte
Einen unerwarteten Donner.
Der Regen floss unter die Füße:
Weg, ihr Sandalen.
Das Wasser steht wie eine Wand:
Barfuß.
Verzweifelt laufe ich den Trotoir entlang,
Und der Regen wäscht die Erinnerung:
Das war es.