Eine Gegenüberstellung der Geschichte „Der weiße Dampfer“ und des Romans „Der Tag zieht den Jahrhundertweg“ von Tschingis Aitmatov

Tschingis Aitmatow (1908-1928) war nicht nur Tierarzt und Botschafter, der zwischen dem Osten und dem Westen vermittelte, sondern auch ein begnadeter Schriftsteller, dessen Erzählweise poetisch und bildreich anmutet und dessen Haltung ein Plädoyer für die Menschlichkeit ist. Seine Werke, die geopoetische Sujets, politische und philosophische Fragen streifen, aber auch Liebesgeschichten (die Bekannteste unter ihnen „Dschamilja“„Eine Gegenüberstellung der Geschichte „Der weiße Dampfer“ und des Romans „Der Tag zieht den Jahrhundertweg“ von Tschingis Aitmatov“ weiterlesen

Eine zweite kurze Notiz zu Sabrina Janeschs Roman „Sibir“

„Sibir“ – so nennt ein Rotarmist den Raum, in den Josef Ambacher und seine Familie gebracht werden. Aus dem Astloch, das der zehnjährige Josef im Holzbrett eines Waggons vorfindet, sieht der Junge Landschaften vorbeiziehen – zuerst den Wald, dann trockenes, leeres Gebiet.  Und als sie in diesem ausgesetzt werden, bleibt nur noch zu fragen, wie„Eine zweite kurze Notiz zu Sabrina Janeschs Roman „Sibir““ weiterlesen

Rezension zu Olga Krushenickajas Erzählung „Burnoe“

Rezension zur Erzählung „Burnoe“ von Olga Krushenickaja „Burnoe“ lautete der Titel der Erzählung Olga Krushenickajas. Die Erzählung vereint in sich Liebesgeschichte, Migrationsnarrativ und Reisebericht, außerdem verbindet sie – und zwar die schillernd erzählte Welt Kasachstans mit dem manchmal grau geschilderten Alltag in Deutschland. Der Titel verweist auf einen Dorfnamen und zwar auf das Herkunftsdorf, die„Rezension zu Olga Krushenickajas Erzählung „Burnoe““ weiterlesen

Reflexion zu Nina Trox‘ Kurzgeschichte „Die Zeichen der Stille“

Die Bar: eine bunte Insel der Freiheit im Irgendwo einer halb provinziellen Stadt. Dort findet der Dialog von Maya und Anja statt, und zwar zur lauten Technomusik, in einem Land, in dem kasachisch und am Rande russisch gesprochen wird.  Maya ist Gebärdensprachendolmetscherin. Diese Fähigkeit liegt wie ein Film über dem Sujet; Stille wird zum Narrativ„Reflexion zu Nina Trox‘ Kurzgeschichte „Die Zeichen der Stille““ weiterlesen

Maria Omars Roman „Honig und etwas Wermuth“. Ein paar Notizen dazu

Ein paar Notizen zu Maria Omars Roman „Honig und etwas Wermut“ Vielschichtigkeit, Transparenz und Fragmente einer Geschichte, die vergessen geglaubt war – das sind die wichtigsten Merkmale des Romans „Honig und etwas Wermuth“ von Maria Omar. Es ist die Geschichte starker weiblicher Stimmen, ein feministischer Generationenroman par excellence, in dem Generationen dreier Frauen uns ihre„Maria Omars Roman „Honig und etwas Wermuth“. Ein paar Notizen dazu“ weiterlesen

Ein Essay zu Esenberlins Roman „Nomaden“

Ilias Esenberlin (1915-1983): „Nomaden“ Ilias Esenberlin, als Repräsentant einer kasachischen, sowjetischen Intelligenzija, war nicht nur Autor, sondern auch Übersetzer. Sein Genre war die Prosa, in der er seine Helden auf Feldern, in Fabriken und in Auditorien agieren ließ. Nichtsdestotrotz führen seine Romane den Leser in eine vorsowjetische Zeit, wie sich in meiner hier folgenden Analyse„Ein Essay zu Esenberlins Roman „Nomaden““ weiterlesen

Pavel Bannikov

Erstes Gedicht aus dem Gedichtzyklus „Der Wind der unterirdischen Nomadenumzüge“ (veröffentlicht in der kasachstanischen Zeitschrift Prostor, im Januar 2024; übersetzt aus dem Russischen von Lena Muchin) der Riss dringt in die Wand ein, wie das Leben in die Kunst – das nackte Leben dringt in die kunstvoll errichtete Wand ein der schwarze Riss dringt in„Pavel Bannikov“ weiterlesen

Ein paar Zeilen zu der Erzählung „Kara Zholdos“ („Der Schwarze Stern“) von Bahytzhan Momyshuly und Jurij Serebrjanskij

„Der Schwarze Stern“ (russ.: „Chernaja Zvezda“, kas.: „Kara Zholdos“) lautet der Titel der phantastischen Erzählung, benannt nach seinem Protagonisten Kara Zholdos und geschrieben von zwei kasachstanischen Autoren, nämlich Bahytzhan Momyshuly und Jurij Serebrjanskij. Der erste Autor legte die Grundlage für die Erzählung, entwickelte das Sujet um den Pilger Kara Zholdos und führte den Text bis„Ein paar Zeilen zu der Erzählung „Kara Zholdos“ („Der Schwarze Stern“) von Bahytzhan Momyshuly und Jurij Serebrjanskij“ weiterlesen

Ulja Nova: Erzählungen. Originaltext befindet sich auf daktil.kz in der Dezember (2023) – Ausgabe, übersetzt wurde der erste Teil des Originals

Die lila Allee. Die letzten Nachrichten von heute Zu dieser nächtlichen Stunde bin ich es – die Hauptallee, Ich – der Spiegel der Seegewässer!“ Jerard de Nerval 1.  Die letzten Nachrichten von heute: Die Opposition plant keine maßstäblichen Aktionen bis zum Herbst  Was versteht sie, wenn sie dort unten steht? Unter den Linden – in„Ulja Nova: Erzählungen. Originaltext befindet sich auf daktil.kz in der Dezember (2023) – Ausgabe, übersetzt wurde der erste Teil des Originals“ weiterlesen

Eine kurze Notiz zum Roman Sibir von Sabrina Janesch

In ihrem Roman Sibir konzipiert Sabrina Janesch einen kaleidoskopischen Raum von Identitäten, die um Kasachstan, Deutschland und den Raum SIbir kreisen, der ebenfalls mit Zentralasien in Verbindung steht. Lejla, die Tochter des für zehn Jahre in die kasachische Steppe verbannten Josef Ambacher, erinnert sich in Fragmenten an die Kindheit ihres Vaters. Kasachstan, so Lejla, sei„Eine kurze Notiz zum Roman Sibir von Sabrina Janesch“ weiterlesen

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