Anja Kiesow: Tauben-Wuttke

Tauben-Wuttke Herr Wuttke war ein Mann mittleren Alters, nicht zu klein, nicht zu groß. Er trug einen grauen Regenmantel und dazu einen passenden grauen Hut. In der rechten Hand hielt er stets einen schwarzen Aktenkoffer, in der linken Hand einen schwarzen Regenschirm. Herr Wuttke war ein gewöhnlicher Mensch und gewöhnliche Menschen pflegen jeden Tag um„Anja Kiesow: Tauben-Wuttke“ weiterlesen

Rashida Stikeeva: „Die Musik spielte…“ (ein Auszug aus dem Roman);Quelle zum russischen Text: https://daktilmag.kz/11/prose/rashida-stikeeva/igrala-muzyka-otryvok-iz-romana/111

Erstes Kapitel des Romans Igarka 78 Neben der ordentlich abgegriffenen und angeschlagenen Tür des Restaurants tummelten sich junge Leute. Hinter dem trüben Glas sah man die solide Figur des Pförtners. Alles deutete auf eine hohe Besucherzahl der Veranstaltung. Dazu verkündete es das schief hängende Schild scharf und ernst: „Es gibt keine Plätze mehr“ Doch das„Rashida Stikeeva: „Die Musik spielte…“ (ein Auszug aus dem Roman);Quelle zum russischen Text: https://daktilmag.kz/11/prose/rashida-stikeeva/igrala-muzyka-otryvok-iz-romana/111″ weiterlesen

Rashida Stikeyeva: „Die Musik spielte“ (Kapitel 5, Auszug aus dem Roman)

Die Ehe, so sehr gewünscht und um die so viel gelitten wurde, brachte Freude nur in dem allerersten Jahr. Nach der Geburt der Tochter, bedeckten die Sorgen und Turbulenzen Irina und ihren Kopf. Andrej, nach den Worten Shurochkas, hat sich entfremdet, das bedeutet, die Verbindung wurde schwächer und er verschwand wieder auf der Arbeit und„Rashida Stikeyeva: „Die Musik spielte“ (Kapitel 5, Auszug aus dem Roman)“ weiterlesen

Nina Trox „Palmsonntag“

Im Himmel öffnete sich ein Abgrund. Die Stadt wurde von einem Tränensturm bedeckt. Der Schirm hielt es nicht aus, ich war fast ganz durchnässt. Was tun? Bis zum Treffen mit der Freundin blieb noch eine Stunde und ich beschloss in die Kirche zu gehen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich es nicht gerade mag, unsere„Nina Trox „Palmsonntag““ weiterlesen

Nina Trox: „Der alte Mann“

Dieser seltsame Alte tauchte im Park vor ca. drei Monaten auf. Sein blasser Mantel hatte früher mal die Farbe von Milchkaffee, nun hat er einen Gelbton von altem Papyrus mit hellbraunen Linien an manchen Stellen. Der alte Mann hat ihn nie zugeknöpft und ließ die Vorbeigehenden auf seinen dunkelblauen Blazer blicken, mit vor Alter speckigen„Nina Trox: „Der alte Mann““ weiterlesen

Mariya Deykute: „Gänse-Schwäne“ Quelle zum russischen Text: https://daktilmag.kz/20/children/mariya-deykute/rasskazy/198

Juljana-Jula, warum bist du hier her gekommen? Bist doch schon ein heiratsfähiges Mädel! Heult der Wind? Hast du Angst? Sei doch leise, wecke nicht den Großvater. Hier, halte dies. Passe gut drauf auf, das hat dein Urgroßvater gemacht, er war Meister im Tischlern. Es wird dich nicht im Stich lassen. Glaubst du mir nicht? Nun„Mariya Deykute: „Gänse-Schwäne“ Quelle zum russischen Text: https://daktilmag.kz/20/children/mariya-deykute/rasskazy/198″ weiterlesen

Oksana Anshukova: Saschas Morgen

Sascha mummelte sich in die Decke, rollte ihre Beine ein und nahm eine bequeme Pose an. Der Kopf versank in einem weichen Kissen. Schön, warm, gemütlich. Der Tannenbaum füllte bereits seit drei Wochen das Haus mit seinem Duft. Sascha schälte jeden Abend Mandarinen, vor allem, weil der Duft ihrer Schalen sie an das Fest erinnerte.„Oksana Anshukova: Saschas Morgen“ weiterlesen

Anna Svatenko: Ein Morgen aus dem Leben der Stadt

Die Stadt erwachte langsam. Sie liebte diese morgendlichen Stunden, wenn auf den Straßen keine Menschen und Autos sind. Mit einem herrschenden Blick bedeckte sie das ganze Ufer. Nichts gewöhnliches, nur einsame Angler. Im Westen gingen die Feuer des Turmes an. Die Stadt hatte noch nicht entschieden, ob dieser ihr gefällt. Nun, er leuchtet schön. „Gut„Anna Svatenko: Ein Morgen aus dem Leben der Stadt“ weiterlesen

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