Übersetzt von: Lena Muchin: Der Fleischer Džafar war ein relativ kleiner, weicher Mann mit großen, feuchten Reh-Augen und langen Wimpern. Wenn er sprach, lächelte er ein klein wenig, so als ob er daran zweifelte, was er sagte und klimperte mit den weichen Wimpern wie ein Schmetterling mit seinen Federn. Seine Hände waren groß und warm.„Ilja Odegov: „Den Traum in die Hand““ weiterlesen
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Ilja Odegov „Eine beliebige Liebe – Konzert in sieben Teilen“
Übersetzt von: Lena Muchin: Teil I. In einem Boot Das Wasser drehte sich und wand sich um das Boot, umfasste seine festen, nach Harz riechenden Seiten, riss weiter fort. Es bewegte sich mal zum Ufer, kreiste mal in Wasserwirbeln und brachte den im Boot sitzenden Jegor fort von seinen Gedanken, von seinen dummen Grübeleien. Weil„Ilja Odegov „Eine beliebige Liebe – Konzert in sieben Teilen““ weiterlesen
Ilja Odegov „Die Ankömmlinge“
Übersetzt von: Lena Muchin: Timur und sein Sommer. Er wurde zwölf. Vor ein paar Tagen backte die Mutter einen Kuchen, auf dem perlenartig „Timur-12 Jahre“ mit Beeren ausgelegt war. „Schon so erwachsen!“ achten die Tanten, am Tisch auf seine Gesundheit anstoßend. Er ist dieses Jahr wirklich gewachsen, wuchs ganz in die Höhe, wurde jedoch noch„Ilja Odegov „Die Ankömmlinge““ weiterlesen
Ilja Odegov „Die Fluchten“ (Pobegi)
Übersetzt von: Lena Muchin: Erste Flucht. Haus Die Alte schlief auf der achten von neun Etagen, in einer Einzimmerwohnung, gekauft in einer Zeit, speziell um die alte Wohnung ihrer Tochter mit Mann und Kindern zu überlassen. Die Alte ging um zehn Uhr schlafen und stand mit den ersten Sonnenstrahlen auf. Deswegen mochte sie es nicht,„Ilja Odegov „Die Fluchten“ (Pobegi)“ weiterlesen
Über Ilya Odegov
Ilya Andreevič Odegov wurde 1981 in Nowosibirsk geboren, er lebt und arbeitet in Almaty als Prosaautor. Seine Erzählungen und Geschichten wurden in vielen Literaturzeitschriften – und Sammlungen in Kasachstan, Russland und Großbritannien veröffentlicht.