Rashida Stikeyeva: „Die Musik spielte“ (Kapitel 5, Auszug aus dem Roman)

Die Ehe, so sehr gewünscht und um die so viel gelitten wurde, brachte Freude nur in dem allerersten Jahr. Nach der Geburt der Tochter, bedeckten die Sorgen und Turbulenzen Irina und ihren Kopf. Andrej, nach den Worten Shurochkas, hat sich entfremdet, das bedeutet, die Verbindung wurde schwächer und er verschwand wieder auf der Arbeit und„Rashida Stikeyeva: „Die Musik spielte“ (Kapitel 5, Auszug aus dem Roman)“ weiterlesen

Nina Trox „Palmsonntag“

Im Himmel öffnete sich ein Abgrund. Die Stadt wurde von einem Tränensturm bedeckt. Der Schirm hielt es nicht aus, ich war fast ganz durchnässt. Was tun? Bis zum Treffen mit der Freundin blieb noch eine Stunde und ich beschloss in die Kirche zu gehen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich es nicht gerade mag, unsere„Nina Trox „Palmsonntag““ weiterlesen

Nina Trox: „Der alte Mann“

Dieser seltsame Alte tauchte im Park vor ca. drei Monaten auf. Sein blasser Mantel hatte früher mal die Farbe von Milchkaffee, nun hat er einen Gelbton von altem Papyrus mit hellbraunen Linien an manchen Stellen. Der alte Mann hat ihn nie zugeknöpft und ließ die Vorbeigehenden auf seinen dunkelblauen Blazer blicken, mit vor Alter speckigen„Nina Trox: „Der alte Mann““ weiterlesen

Mariya Deykute: „Gänse-Schwäne“ Quelle zum russischen Text: https://daktilmag.kz/20/children/mariya-deykute/rasskazy/198

Juljana-Jula, warum bist du hier her gekommen? Bist doch schon ein heiratsfähiges Mädel! Heult der Wind? Hast du Angst? Sei doch leise, wecke nicht den Großvater. Hier, halte dies. Passe gut drauf auf, das hat dein Urgroßvater gemacht, er war Meister im Tischlern. Es wird dich nicht im Stich lassen. Glaubst du mir nicht? Nun„Mariya Deykute: „Gänse-Schwäne“ Quelle zum russischen Text: https://daktilmag.kz/20/children/mariya-deykute/rasskazy/198″ weiterlesen

Oksana Anshukova: Saschas Morgen

Sascha mummelte sich in die Decke, rollte ihre Beine ein und nahm eine bequeme Pose an. Der Kopf versank in einem weichen Kissen. Schön, warm, gemütlich. Der Tannenbaum füllte bereits seit drei Wochen das Haus mit seinem Duft. Sascha schälte jeden Abend Mandarinen, vor allem, weil der Duft ihrer Schalen sie an das Fest erinnerte.„Oksana Anshukova: Saschas Morgen“ weiterlesen

Anna Svatenko: Ein Morgen aus dem Leben der Stadt

Die Stadt erwachte langsam. Sie liebte diese morgendlichen Stunden, wenn auf den Straßen keine Menschen und Autos sind. Mit einem herrschenden Blick bedeckte sie das ganze Ufer. Nichts gewöhnliches, nur einsame Angler. Im Westen gingen die Feuer des Turmes an. Die Stadt hatte noch nicht entschieden, ob dieser ihr gefällt. Nun, er leuchtet schön. „Gut„Anna Svatenko: Ein Morgen aus dem Leben der Stadt“ weiterlesen

Alina Gatina: „Seele und Wüste“

Quelle zum russischen Text: https://magazines.gorky.media/druzhba/2020/2/dusha-i-pustynya.html „Seele und Wüste“ Erzählung Wir waren zu fünft: unzertrennbar, Zafar, Vadik Krichevskij und ich. Das ist nicht das Wichtigste, doch damit sollte man anfangen. Ich weiß, dass all das sich Vadik Krichevksij ausgedacht hat, und Zafar war sein Freund. Unzertrennbar – ihre Freunde, und wir alle gemeinsam – Klassenkameraden. Vadik„Alina Gatina: „Seele und Wüste““ weiterlesen

Nina Trox: „Die Zeichen der Stille“

Nina Trox Zeichen der Stille (Eine Erzählung) Vom Autor Diese Erzählung ist ein Puzzle, dessen volles Bild man erst sehen kann, wenn man diese zu ende gelesen hat. Zeit, Situationen, Emotionen – alles, wie ein Teil einer Denksportaufgabe, fügt sich langsam zusammen. Zerrissener Rhythmus des Erzählens – der Rhythmus des Lebens der Heldin. Dies ist„Nina Trox: „Die Zeichen der Stille““ weiterlesen

Rezension zu Gusel Jachinas Roman: „Wolgakinder“

Gusel Jachina: Wolgakinder, 2019 Gusel Jachinas Roman Wolgakinder, erschienen 2019 in deutscher Übersetzung von Helmut Ettinger, erzählt am Schicksal der Protagonisten Jakob Bach und seiner Tochter Anna die aufwühlende Geschichte der Wolgadeutschen. Die Handlung umfasst den Zeitraum von 1918 bis 1938, Schauplatz ist die Republik der Wolgadeutschen (ASSRNP), die 1923 gegründet wurde und bis 1941„Rezension zu Gusel Jachinas Roman: „Wolgakinder““ weiterlesen

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